Probleme in der Partnerschaft: Beziehungsprobleme lösen

Vorwürfe, Streit, Vertrauensbrüche, Unzufriedenheit, Missverständnisse – Beziehungsprobleme haben viele Facetten. Dabei sind Probleme in der Partnerschaft keine Seltenheit und ähneln sich oft in ihrer Entstehung. Viele Paare leiden darunter, wenn diese und ähnlich negative Gefühle die Beziehung beherrschen. Doch eine Trennung oder Scheidung muss nicht die letzte Option sein!

Es gibt viele Möglichkeiten, wieder Schwung in das gemeinsame Leben zu bringen. Neben den folgenden Tipps für eine funktionierende Partnerschaft, kann eine gemeinsame Psychotherapie die Beziehungsprobleme lösen. Ich berate Sie gern zu den Möglichkeiten der Paartherapie in Berlin!

 

Die Beziehung: Ausgeglichenheit in allen Bereichen?

Die meisten Dinge wie Aufgaben, Pflichten, Zärtlichkeiten, Respekt und gegenseitiges Interesse sind in einer funktionierenden Partnerschaft gleichmäßig verteilt. Verschiebt sich dieses Gleichgewicht in einem oder mehreren Bereichen spürbar auf Kosten eines Partners, sind Probleme in der Partnerschaft vorprogrammiert. Bemerken Sie oder Ihr Partner solche Ungleichheiten, dann sollten Sie sich die Frage stellen, warum dies so ist. Und vor allem: Wie kann die Verschiebung wieder ausbalanciert werden? Was müssen Sie und Ihr Partner dafür tun?

Je nachdem, wie stark sich das ehemals harmonische Verhältnis verschoben hat, ist das Beziehungsproblem mehr oder weniger leicht zu lösen. Starke Vertrauensbrüche wie zum Beispiel ein Seitensprung sind nur selten oder besonders schwer zu überwinden. Doch auch hierfür gibt es beispielhafte Paare, die wieder zueinander gefunden haben.

 

 

Erwartungen besprechen und relativieren

Dass Männer und Frauen ganz unterschiedliche Ansprüche an eine Beziehung stellen, ist der Natur der Sache geschuldet. Wer Probleme in der Partnerschaft vermeiden möchte, sollte die Bedürfnisse des anderen kennen und verstehen oder es zumindest versuchen. Regelmäßige Aussprachen helfen dabei, die Sichtweise des Partners zu kennen und seine Bedürfnisse zu erfüllen, sofern sie realistisch sind. Das Geheimnis liegt darin, den goldenen Mittelweg zu finden und sich selbst nicht zu vergessen, wenn sie an den anderen denken. Eine Beziehung ist immer ein Akt der Balance zwischen Autonomie und Hingabe zum Partner.

 

Dritte Parteien wie Kinder, Schwiegereltern oder Stiefkinder

In vielen Beziehungen gibt es nicht nur die beiden Partner, welche Einfluss auf das Zusammenleben nehmen. Eltern, Freunde, Geschwister und insbesondere Kinder können ebenso Auslöser und Verstärker von Beziehungsproblemen sein. In diesem Fall ist es wichtig, die Probleme nicht uneingeschränkt auf sich als Paar zu projizieren. Die Schwiegermutter Ihres Partners mischt sich zu stark in Ihre Beziehung ein? Die Erziehung der Kindern ist täglicher Streitpunkt? Meinungsverschiedenheiten und Uneinigkeiten sind nicht zwingend ein Zeichen dafür, dass es in der Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Partner Probleme gibt. Reden Sie über das, was Sie stört und nehmen Sie sich auf der anderen Seite die Zeit für Dinge, bei denen diese strittigen Themen keine Rolle spielen

 

Streit: Ein Zeichen für Probleme in der Partnerschaft?

Nein, denn Streit gehört zu jeder Beziehung zwischen Menschen dazu und ist ein gängiges Mittel, um Konflikte zu lösen. Allerdings ist dies nur bei sachlichen Auseinandersetzungen so, bei denen der Respekt und das Interesse am anderen und seiner Meinung gewahrt werden. Wenn es im Streit nur darum geht, wer Recht und Macht hat, wenn beide Parteien sich gegenseitig hochschaukeln und immer lauter werden oder ein Partner flüchtet und der Streit nicht zu Ende gebracht wird, liegt das eigentliche Problem oft an einer anderen Stelle.

 

Um richtig zu streiten, beachten Sie die folgenden Punkte:

  • sich im Klaren darüber sein, was man will und ob der Streit bei der Problemlösung hilft
  • den anderen nicht mit Vorwürfen bombardieren
  • Vergangenes ruhen lassen und nicht wieder aufbringen
  • die andere Person und seine Meinungen nicht abwerten
  • aggressives Verhalten wie Schreien, Drohen und körperliche Gewalt sind tabu
  • den anderen zu Wort kommen und ausreden lassen
  • nach dem Streit versöhnen

 

Niemand ist perfekt

Sie fühlen sich nicht mehr wohl in der Beziehung ? Sie haben das Gefühl, Ihr Partner tut nichts mehr für die Partnerschaft und Sie stört vieles an ihm? Besinnen Sie sich darauf, was Sie an Ihrem Partner schätzen oder einmal geschätzt haben. Hat er sich tatsächlich verändert und ist diese Veränderung so gravierend, dass es Ihre Liebe zu ihm beeinflusst? Bei dieser Frage werden Sie vielleicht feststellen, dass gar nicht Ihr Partner, sondern Ihre Ansprüche an ihn anders sind. Sie vergleichen ihn mit Ihrem persönlichen Idealbild von einem Mann oder einer Frau – dass er oder sie dabei schlecht abschneidet, ist keine Überraschung, denn kein Mensch ist ohne Fehler. Am besten reden Sie mit Ihrem Partner darüber, welche Erwartungen Sie warum haben und erkennen gemeinsam, welche davon unrealistisch und welche umsetzbar sind.

 

Das Schweigen brechen

Bei wem statt vielen Streits eher Funkstille in der Partnerschaft herrscht, fehlen oft die Zeit und die gemeinsamen Momente für eine Unterhaltung. Hinzu kommt ein Gefühl von Unvertrauen: Habe ich meinem Partner überhaupt noch etwas zu erzählen? Und interessiert er sich dafür und bin ich ihm egal? Bleiben diese Überlegungen unausgesprochen, beginnt schnell ein Teufelskreis aus gegenseitigen stillen Vorwürfen.

Um dem Schweigen als Anzeichen für Beziehungsprobleme entgegenzutreten, ist es wichtig, Zeit für gemeinsame Momente zu schaffen. Integrieren Sie Ihren Partner in Ihren alltäglichen Terminplan, notfalls tatsächlich mit einem Termin an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Uhrzeit. Diese Zeit steht dann nur Ihnen, Ihrem Partner und Ihrer Beziehung zur Verfügung. Reden Sie über das gemeinsame Problem der fehlenden Kommunikation und wie es zu beheben ist. Erzählen Sie, was Sie bedrückt und hören Sie auch Ihrem Partner aufmerksam zu. Oftmals sind die Emotionen ganz ähnlich und man geht gestärkt aus dem “Termin” heraus.

Liebe lebendig halten

Ob gemeinsame Aktivitäten, Familie und Kinder oder die jeweiligen Einzelinteressen der Partner – suchen Sie sich Ihren Weg für mehr Schwung in der Beziehung! Wenn zwei Menschen für lange Zeit zusammenleben, stellt sich automatisch ein gewisse Alltagsroutine ein. Sie ist wichtig, um die täglich gleichen Aufgaben zu meistern, wirkt auf der anderen Seite aber ermüdend. Um diesem Trott zu entgehen, helfen bereits kleine Sachen: Etwas, dass Sie oder Ihr Partner schon immer einmal machen wollten. Hier reichen die Ideen vom Bungee-Jumping über ein romantisches Candle-Light-Dinner bis hin zu einem Tanzabend. Ein Nachtspaziergang mit Sternschnuppenbeobachtung oder eine Radtour mit Picknick sind nur zwei Beispiele dafür, dass diese “Beziehungsbeleber” keine Unsummen kosten müssen.

 

Eifersucht: Falsch angelegte Bemühungen

“Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft” sagte bereits Friedrich Ernst Daniel Schleiermacher – und er hatte damit absolut Recht. Durch sie bricht das Vertrauen, Missverständnisse entstehen und häufige Streits sind die Folge. Ob Sie selbst der eifersüchtige Part sind oder nicht, die Lösung liegt in wie so oft in offenen Aussprachen. Sprechen Sie direkt vor Ihrem Partner an, was Sie warum stört und vor allem, welchen Grund Sie haben, so zu fühlen. Geheimnisse schüren nur das Feuer der Eifersucht und schaffen eine immer größere Distanz zwischen Ihnen und Ihrem Partner. Eifersüchtiges Verhalten wie das Durchsuchen des Handys oder Schnüffeln in den Sachen des anderen sind absolut verboten, denn sie werden durch nichts gerechtfertigt.

 

Die Paartherapie Berlin: Der Rahmen für gemeinsame Ziele

Insbesondere bei Beziehungen, die schon lange bestehen, ist es nicht unnormal, dass die Partner ihre Gemeinsamkeiten aus den Augen verlieren. Durch den Alltag sowie Stress im Beruf und Privaten haben beide Parteien oft anderes im Kopf als an der Partnerschaft zu arbeiten.

Merken Sie, dass Beziehungsprobleme in der Partnerschaft aufkommen, stempeln Sie diese nicht sofort als schlechtes Zeichen ab. Nutzen Sie die Herausforderung, um gemeinsam ein neues Level der Partnerschaft zu erreichen. Denn – so geschwollen dieser Spruch auch klingt – was die Liebe nicht umbringt, macht sie stärker!

 

Die glückliche Partnerschaft: Das Erfolgsrezept

Sollte eine Trennung doch der letzte Ausweg sein, ist es oft hilfreich, diese Option gemeinsam mit dem Partner zu besprechen und nicht als Kurzschlussreaktion im Streit den Partner zu verlassen. Nicht jede Liebe ist den Kampf wert, doch wann dieser Punkt erreicht, müssen Sie und Ihr Partner erkennen. Insbesondere wenn Kinder von der Trennung der Eltern betroffen sind, gilt es keine voreiligen Entschlüsse zu ziehen.

Aus meiner Erfahrung als Psychotherapeut in Berlin Wilmersdorf kann ich sagen, dass es immer ratsam ist, der möglichen Trennung eine Paartherapie voranzustellen. Bei Fragen hierzu stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.