Schlaflosigkeit: Schlafprobleme endlich bewältigen

Schlechtes Einschlafen, Aufwachen wie gerädert, tagsüber wegdösen – Ihnen kommen diese Symptome bekannt vor? Sie sind nicht allein! Das Leid der Schlaflosigkeit teilen Sie mit etwa einem Drittel der deutschen Bevölkerung. Dabei können Schlafprobleme ganz unterschiedliche Symptome und Ursachen haben. Eines ist allen dauerhaften Schlafstörungen gemeinsam: Sie schaden der Gesundheit von Körper und Geist.

Warten Sie nicht länger, sondern holen Sie sich die notwendige Hilfe, um Ihre Schlaflosigkeit zu bewältigen. Gern bin ich Ihr Ansprechpartner, wenn Sie weitere Informationen und/oder psychologische Unterstützung bei der Behandlung von Schlafstörungen benötigen. Gemeinsam finden wir den passenden Weg zum erholsamen Schlaf und einem aktiven, selbstbestimmten Leben!

 

Schlafstörungen – normal oder ernsthaft problematisch?

An einige schlaflose Nächte kann sich bestimmt jeder erinnern: Vor Aufregung, Freude, aufgrund von Stress, privaten Problemen oder Erkrankungen war das Einschlafen einfach unmöglich. Wachliegen, Hin- und Herwälzen und das Gefühl am nächsten Morgen nicht genug geschlafen zu haben, hat jeder schon einmal erfahren. Diese gelegentlich unruhigen Nächte sind zwar unangenehm, aber unvermeidbar. Zudem beeinträchtigen sie die Gesundheit nicht in bedenklichem Ausmaß, da der Betroffene in der Regel schnell zu seinem gewohnten Schlafrhythmus zurückfindet.

Dennoch sollten Sie Ihre Schlaflosigkeit aufmerksam beobachten: Findet sich eine Ursache für Ihre Schlafprobleme? Wie häufig treten sie auf? Wie lange leiden Sie bereits darunter?

Folgende Merkmale können ein Hinweis auf chronische Schlafstörungen sein:

  • Dauer von über einem Monat
  • drei oder mehr Nächte pro Woche ohne erholsamen Schlaf
  • keine greifbare Ursache (akuter Stress, Ärger, Probleme, Erkältung, juckender Hautausschlag, …)
  • tagsüber Kraftlosigkeit und Müdigkeit
  • Nervosität, schnelle Gereiztheit, innere Unruhe
  • starke Müdigkeit und häufiges Wegdösen am Tag, trotz dem Gefühl gut zu schlafen

Finden Sie Ihr Leiden unter den Beschreibungen wieder, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Wurden physische Ursachen ausgeschlossen und ist der Grund für die Schlaflosigkeit psychischer Natur, ist eine Psychotherapie empfehlenswert. Im Rahmen der Verhaltenstherapie in Berlin finden wir die Gründe für Ihre Schlafprobleme und arbeiten daran, Schritt für Schritt Besserungen zu erreichen.

 

Formen von Schlafproblemen

Schlafstörungen gibt es in den verschiedensten Formen, die sich bei jedem mit Symptomen in individueller Intensität äußern. Zu den häufigsten Schlafstörungen gehört die Insomnie (Schlaflosigkeit). Sie ist allgemein gekennzeichnet durch zu wenig Schlaf. Insbesondere Probleme beim Einschlafen, nächtliches Aufwachen, langes Wachliegen oder eine zunehmende Unruhe zum Morgen hin sind weitere typische Beschwerden.

Weitere Formen von Schlafproblemen:

  • Schlafapnoe (z.B. Schnarchen, nächtliche Atemaussetzer)
  • Bewegungsstörungen (z.B. Muskelzuckungen, restless legs-Syndrom: ruhelose “kribbelnde” Beine)
  • Parasomnien (nächtliche Ereignisse wie Schlafwandeln, Einnässen, Zähneknirschen)
  • Hypersomnie (erhöhtes Schlafbedürfnis am Tag)
  • Narkolepsie (“Schlafsucht”, extremes Schlafbedürfnis am Tag, Schlafattacken)

Oft treten verschiedene Formen von Schlafstörungen in Kombination auf. Beispielsweise wird die gestörte Nachtruhe aufgrund von ruhelosen Beinen und dem Bedürfnis, ständig herumzulaufen, durch ein erhöhtes Verlangen nach Schlaf am Tag kompensiert.

Bei der Schlafapnoe oder Parasomnien ist den Betroffenen zum Teil gar nicht bewusst, wie sehr sie der eigenen Person oder anderen Menschen schaden. Schnarchen kann den Schlaf anderer massiv beeinträchtigen und Atemaussetzer während des Schlafens oder das Schlafwandeln bergen unberechenbare Gefahren.

 

Schlaflosigkeit, Schlafwandeln, Schlafsucht – das sind die Gründe

So wie sich Schlafstörungen bei jedem Menschen individuell äußern, genauso spezifisch sind auch die Ursachen für diese Probleme. Dennoch lassen sich viele Parallelen finden, sodass es eine Reihe von Gründen gibt, die sehr häufig der Auslöser von Schlafstörungen sind.

Einige Faktoren habe ich Ihnen hier aufgeführt:

  • unregelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus (z.B. aufgrund von Schichtarbeit oder Jet Lag)
  • Genussmittel wie Kaffee, Alkohol oder Nikotin
  • Schlafumgebung (helles Licht, laute Geräusche)
  • Medikamente, auch Schlafmittel (oft sind Schlafprobleme eine Nebenwirkung)
  • unterschiedlichste Störungen/ Erkrankungen von Organen (Herz und Kreislauf, Atemwege und Lunge, Magen und Darm, Gelenke, Schilddrüse, Nieren und Prostata)
  • Krebserkrankungen
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • hormonelle Einflüsse (z.B. in den Wechseljahren)
  • neurologische Erkrankungen (z.B. Multiple Sklerose, Parkinson)
  • Tinnitus
  • Stress, seelische Belastungen
  • psychische Störungen (Burn-out-Syndrom, Depressionen, Angststörungen)
  • Schwangerschaft

Nicht immer sind die Ursachen von Schlaflosigkeit einfach zu identifizieren, denn häufig stehen verschiedene Komponenten in Wechselwirkung miteinander. Insbesondere in Kombination mit anderen Erkrankungen ist die Schlaflosigkeit nicht nur Krankheit, sondern auch Symptom.

 

Hilfe zur Selbsthilfe: Tipps für erholsamen Schlaf

Einige der oben genannten Ursachen betreffen Sie möglicherweise nur temporär – verschwinden sie, legen sich auch die Schlafprobleme. In anderen Bereichen können Sie mit verschiedenen Maßnahmen aktiv Ihre Situation ändern. Bereits einige der folgenden, kleinen Veränderungen im Alltag können erfolgreich sein und Ihnen zu ausreichend erholsamen Schlaf in der Nacht verhelfen.

Bitte beachten Sie: Diese Tipps sind keine Garantie für verbessertes Schlafen. Eine ernste Schlafstörung kann auf diese Weise nicht geheilt werden und sie bedarf einer professionellen Behandlung.

 

Versetzen Sie Ihren Körper in Schlafstimmung

Entspannende Musik, gedimmtes Licht, Kerzenschein und eine Tasse Tee helfen Ihnen dabei, vom hektischen Alltag loszulassen. Auch ätherische Öle mit beruhigender Wirkung (z.B. Lavendel, Jasmin, Kamille, Melisse) können als Duft- oder Massageöl angewandt werden und zusätzlich entspannen. Auf helle Bildschirme (Fernseher, Monitor, Laptop) und helle Lampen sollten Sie vor dem Schlafengehen verzichten.

 

Nehmen Sie sich Zeit für sich

Ein ausgiebiges warmes Bad, das Eincremen des Körpers, eine entspannende Gesichtsmaske und dazu ein gutes Buch. Schaffen Sie Zeiträume für das, was Ihnen Ruhe und Entspannung bringt.

 

Gesunde Ernährung

Zucker, Alkohol, Koffein, Teein – dies sind alles Substanzen, die eine starke Wirkung auf den Körper haben. Mehrere Stunden vor dem Schlafen sollten Sie auf Getränke mit diesen Inhaltsstoffen verzichten. Auch fettiges Essen und zu große Mahlzeiten am Abend können das Verdauungssystem stark beanspruchen und Schlafprobleme in der Nacht verursachen.

 

Sport

Regelmäßige Bewegung wirkt entspannungsfördernd und baut Stress ab. Am besten suchen Sie sich eine Sportart, bei der Sie mit Leidenschaft dabei sind. Die einen mögen Tanzen oder Joggen, die anderen bevorzugen Pilates oder Yoga in Kombination mit Meditation. Finden Sie das, was Ihnen Spaß macht!

 

Ausgewogenheit

Achten Sie in Ihrem Alltag auf Balance in allen Bereichen – zwischen Job und Freizeit, Alleinsein und Gemeinschaft, Anspannung und Entspannung, drinnen sein und draußen sein, geistiger und körperlicher Betätigung. Es kommt wie so oft auf die goldene Mitte an.

 

Trennung von Wachsein und Schlafen

Es klingt wahrscheinlich einfacher, als es ist: Behalten Sie das Bett ausschließlich dem Schlafen vor. Essen, Fernsehen, Lesen oder sogar das Arbeiten im Bett verwirrt den Körper, da das Schlafzimmer mit Wach-Tätigkeiten in Verbindung gebracht wird.

 

Entspannungstechniken

Halten Sie negative Gedanken vom Einschlafen ab? Bringen Sie diese zu Papier und schreiben Sie sich wortwörtlich von der Seele, was Sie bedrückt. Außerdem helfen auch Techniken, wie das altbewährte “Schäfchenzählen”, die Muskelrelaxation nach Jacobson oder die 4-7-8 Atemtechnik beim Beruhigen und Einschlafen.

 

Behandlung von Schlafstörungen

Haben Sie bei sich starke Schlafprobleme festgestellt, kann Ihnen eine psychotherapeutische Behandlung helfen. Sie eignet sich, wenn eine psychische Erkrankung der Grund für Ihre Schlafstörung ist. Bei physischen Krankheiten oder starken seelischen Belastungen, die zu Schlaflosigkeit führen, kann die Therapie ebenfalls unterstützend eingesetzt werden.

Das Ziel der Behandlung ist es, die Komfortabilität eines erholsamen Schlafes so weit wie möglich wiederherzustellen. Im Rahmen der Psychotherapie lernen die Patienten deshalb unter anderem verschiedene Techniken zur Entspannung und Lenkung der Gedanken. Diese können Sie anwenden, wenn Sie vor dem Einschlafen oder nachts wach liegen.

Wenn Sie von Schlaflosigkeit oder anderen Schlafproblemen geplagt werden, nehmen Sie diese Situation nicht als gegeben hin! Mit professioneller Unterstützung werden Sie die Schlafstörung bewältigen und einen friedlichen Schlaf finden.